Durrës Reisebericht – Unsere Tipps & Erfahrungen

Durrës, die zweitgrößte Stadt Albaniens nach Tirana. Die Stadt liegt im westlichen Mittelalbanien, direkt an der Adriaküste mit langen Strandabschnitten. Mit dem größten Hafen in ganz Albanien ist Durrës nicht nur Urlaubsziel für viele Einheimische, sondern auch eine wirtschaftlich wichtige Stadt in Albanien.

Das Wetter ist das ganze Jahr über mediterran. Selbst im Oktober war es tagsüber schön warm und wir haben unsere Ausflüge in T-Shirt und kurzer Hose genossen. Allerdings kann es nachts kalt werden, sodass Unterkünfte mit Heizung und warmen Decken empfehlenswert sind.

Aussicht auf Durrës Stadt
Durrës

Durrës Geschichte in Kurzfassung

Die erste Siedlung auf dem heutigen Stadtgebiet wurde 627 v. Chr. von dorischen Kolonisten unter dem Namen Epidamnos gegründet. Während des Mittelalters gehörte die Stadt lange dem byzantinischen Reich an, bevor es zum Ende des 9. Jahrhunderts von den Bulgaren vereinnahmt wurde. In den darauffolgenden Jahrhunderten war die Stadt auf Grund ihrer wichtigen geografischen Lage häufig eng umkämpft. Nachdem sie allerdings gegen Ende des 15. Jahrhunderts Teil des osmanischen Reichs wurde, begann eine Art Bedeutungslosigkeit.

Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt nur noch von etwa 1.000 Einwohnern besiedelt. Das darauffolgende 20. Jahrhundert fing allerdings durch den 1. Weltkrieg mit viel Zerstörung an. Vor allem der Einfall von Österreich-Ungarn soll in der Stadt zu unzähligen Zerstörungen geführt haben. Nach kurzer Unabhängigkeit folgte während des 2. Weltkriegs zunächst eine Annektierung seitens der Italiener und anschließend bis Kriegsende durch das Deutsche Reich. Während der kommunistischen Diktatur unter Enver Hoxha wurde Durrës zu einer der wichtigsten Industrieorte des Landes.

Flucht nach Italien

Als Albanien Anfang der 1990er Jahre zusammenbrach flüchteten mehr als 20.000 Menschen nach Italien. Die meisten von ihnen per Schiff über die Adria. Gleichzeitig kamen sehr viele Menschen aus den ländlichen Gebieten Albaniens und ließen sich am Stadtrand nieder. Heute gilt die Stadt als eine der wichtigsten Tourismusgebiete Albaniens.

Anreise von Ohrid nach Durrës

Bevor wir nach Albanien reisten, waren wir in Ohrid, Nordmazedonien. Da der Ohridsee sowohl in Nordmazedonien als auch in Albanien liegt, konnten wir einfach von dort aus die Landesgrenze überqueren. In den Wintermonaten kann man jeden Tag um 8:00 Uhr nach Tirana fahren. Im Sommer soll es mindestens eine weitere Verbindung geben. Wir haben uns online ein Ticket über FlixBus gekauft. Allerdings muss man am Busbahnhof in Ohrid noch eine kleine Gebühr zahlen, sodass du auch einfach das Ticket am Busbahnhof kaufen kannst. Die Fahrt kostet dann 17€ pro Person. Von Ohrid geht es dann ca. 3 Stunden mit dem Minibus nach Tirana. Zwischendurch macht der Busfahrer auch eine Pause, sodass du dich mit Snacks und Getränken ausstatten kannst. Ein großer Vorteil war dabei, dass die Toiletten kostenfrei zugänglich und sie für diese Verhältnisse sogar recht sauber sind.

Von Tirana nach Durrës

Um es kurz zu machen: Nein, so einfach war es nicht. Denn, wie vermutlich jede andere Großstadt, war Tirana voller Baustellen und die Bushaltestelle wurde verlegt. Mit unserem ganzen Gepäck mussten wir von unserem Ankunftsort einige Kilometer zurücklegen. Wir mussten auch einige Einheimische fragen, wo denn der Bus abfährt. Das Problem dabei war, jeder meinte den Abfahrtsort woanders zu finden: ca. 500m in die Richtung und dann rechts, ein anderer meinte einmal über Straße und dann links.

Als wir dann ein kleines Café gefunden haben, wagte ich einen neuen Versuch. Das Café war voller junger Männer, die mir wirklich alle helfen wollten. Einer hat uns dann gesagt, wo wir die Bushaltestelle in Tirana finden. Ein weiterer älterer Mann hat unser Dilemma mitbekommen und hat uns bis zu unserem Bus begleitet. Leider hat er kein Wort Englisch gesprochen. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten zu reden. Wir haben nichts verstanden, dafür viel gelächelt und genickt. Wir sind ihm dennoch sehr dankbar, ohne ihn würden wir den Bus wahrscheinlich jetzt noch suchen.

Auf dem chaotischen Busbahnhof muss man dann die Augen und Ohren offenhalten. An der Frontscheibe steht ein Schild mit dem Ort drauf und die Busfahrer rufen den jeweiligen Ort aus. Man zahlt übrigens im Bus und der Preis ist wirklich unschlagbar. Wir haben ca. 1,10€ pro Person gezahlt. Nach einer guten halben Stunde haben wir dann Durrës erreicht und wir sind zu unserer Unterkunft gestapft.

Unterkünfte in Durrës

Insgesamt haben wir 28 Tage in Durrës in einer Unterkunft, einem Airbnb verbracht. In unserem gesetzten Budget gab es zwar einige Unterkünfte, allerdings relativ weit weg vom Zentrum. Unsere gewählte Unterkunft war die zentralste zu der Zeit und zum Zentrum waren es ca. 25 Minuten zu Fuß. Allerdings gab es direkt in der Nähe einen kleinen Markt, Obsthändler und eine Bäckerei, sodass wir da nicht so weit gehen mussten.

Auch zum Strand hatten wir es nicht weit, denn es gibt einen kleinen Schleichweg zum Strand in Durrës.
Durrës Hafen
Durrës Hafen

Verpflegung (inkl. veganem/vegetarischem Essen)

Wie auch schon in Nordmazedonien haben wir uns zum Trinken Wasserflaschen gekauft. Hier haben wir das abgepackte Wasser aber auch zum Kochen benutzt, da das Wasser doch stark nach Chlor gerochen hat. Für Zwei Liter Wasser haben wir ca. 40ct bezahlt. Unser Gemüse haben wir aber mit dem Leitungswasser gewaschen.

Eins kann ich aber schon vorwegnehmen, sich vegan zu ernähren ist wirklich schwierig.

Selbstverpflegung

Bei der Selbstverpflegung hat man in Durrës wirklich viel Auswahl. An jeder Ecke gibt es ein kleines „Geschäft“, welches frisches Obst und Gemüse verkauft, kleine Bäckereien und eine Art Kiosk. In den Kiosken bekommt man das nötigste wie Tomatensauce, Nudeln, Wasser und eine Menge Süßigkeiten. Kennt ihr diese Croissants mit Schokofüllung aus dem Discounter, wo es meist 6 Stück in einer Packung gibt? Die werden in Albanien sehr oft einzeln gekauft.

Furrë Buke

Überall wo „Furre Buke“ steht, findet ihr Bäckereien mit frischem Brot und sehr oft auch Byrek. Das Brot ist natürlich nicht so gut wie in Deutschland, aber dennoch lecker! Es gibt sogar „Brötchen“. In der Nähe unserer Unterkunft ist auch eine Bäckerei, zu der wir immer gegangen sind. Sie wurde von einer Frau geführt, die kein Englisch gesprochen hat und sie hatte eine Angestellte, die zumindest „hello“ und „thank you“ konnte. Nach ein paar Tagen war aber auch klar was wir bestellen und wie viel es kostet. Nachdem die beiden gemerkt haben, dass wir kein Wort verstehen, haben wir von ihnen einen kleinen Albanisch Kurs bekommen. Zeichensprache – Albanisch, Albanisch – Zeichensprache.

Pasticeri

Auf dem Weg zum Zentrum sind wir immer an einer kleinen Konditorei vorbei gegangen, wo wir unser Byrek gekauft haben. Es gibt sie mit verschiedenen Füllungen, meistens aber mit Spinat und/oder Feta. Byrek ist wirklich der absolute Knaller. Für ein Stück Byrek mit Spinat haben wir maximal 33ct. bezahlt. Esst auf jeden Fall Byrek.

Dort gibt es auch eine Menge Kuchen und kleine Törtchen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Das Beste, pro Stück bezahlt man nur ca. 40ct.

Gemüse- & Obsthändler

Im Zentrum gibt es auch einen Markt. In einer alten „Halle“ gibt es viele verschiedene Händler, die frisches Obst und Gemüse verkaufen. Dort kann man auch frische Oliven kaufen. Philipps haben pro Kilo ca. 2,20€ gekostet.

Man muss aber nicht immer bis ins Zentrum laufen, um Gemüse zu kaufen. So gut wie in jeder Straße gibt es einen kleinen Gemüsehändler und die Preise sind fast identisch mit denen auf dem Markt. Für ein Kilo frische Spitzpaprika zahlt man ca. 80ct. Für uns das absolute Paradies, denn in jedem unserer Gerichte ist Paprika.

Nebenbei gesagt: Gemüse und Obst kann man fast ausschließlich nur an den kleinen Ständen/Geschäften kaufen. Supermärkte verkaufen sie fast gar nicht.

Supermarkt Durresi

Das war der Supermarkt, zu dem wir am meisten gegangen sind, wenn wir Wasser, Nudeln etc. eingekauft haben. Hier gab es sogar vegane Milchalternativen, allerdings nur auf Reisbasis. Ich würde euch aber bei den veganen Produkten empfehlen, auf das Verfallsdatum zu schauen. Veganismus scheint in Durrës noch nicht so angekommen zu sein. Wir vermuten das Geschäft ist auch Familiengeführt. Nach jedem Einkauf hat sich der Besitzer auch für unseren Einkauf bedankt.

Hier ein paar Beispiele unseres Einkaufs:

  • Haselnussdrink 1,95€
  • Tomatensauce 0,72€
  • Nudeln 0,56€
  • Kichererbsen 0,81€

Extra Market

Hier waren wir einkaufen, als wir auf der Suche nach veganen Süßigkeiten waren. Zu unserem Glück waren dort Kekse mit Zartbitterschokolade und Erdnüssen für ca. 80ct im Angebot, sonst kosten sie ca. 1€. Ansonsten ist Auswahl an veganen Süßigkeiten wirklich gering. Hier gab es auch die vergleichsweise günstigsten Haferflocken. 1kg hat ca. 1,38€ gekostet.

Der Extra Market ist eine Art Kette in Durrës, da es mehrere Filialen in der Stadt gibt.

Spar

Dann waren wir noch im Spar. Ja, dein erster Instinkt ist richtig, wie der Spar in Deutschland. Er hat grundsätzlich die gleiche Auswahl wie der Extra Market. Zusätzlich hat er aber auch noch ein paar Dosen Kokosnussmilch, die wir sonst nirgends gefunden haben. 

In Durrës essen gehen

In Durrës waren wir nicht wirklich viel essen. Meistens haben wir selbst gekocht, denn das Angebot an veganen Gerichten ist quasi nicht vorhanden. Wir haben wie schon erwähnt Byrek mit Spinat genossen und ansonsten einmal eine vegetarische Pizza ohne Käse für ca. 2,85€.

Ansonsten gibt es eine Menge Restaurants in der Stadt und an der Promenade entlang. Solltest du dich nicht vegan ernähren, wirst du definitiv fündig. Was wir auch sagen müssen, es gibt wirklich jede Menge Cafés, die dazu einladen dort einen Kaffee zu trinken.

Transport innerhalb Durrës

Innerhalb Durrës gibt es viele Busse, die dich von A nach B bringen. Zum einen gibt es den zentralen Busbahnhof, an dem auch der Bus von Tirana hält. Von hier aus fahren die Busse in größere Städte wie Tirana, Elbasan, Lezhe und Shkodra. Es gibt keinen Fahrplan oder Ähnliches, sondern die Busse parken dort und haben Ortsschilder an der Frontscheibe stehen. Wenn du aber dort umherirrst und den richtigen Bus suchst, spricht dich mindestens ein Busfahrer an und fragt dich nach der Stadt, in die du möchtest. Sie sprechen zwar kaum Englisch, können sich aber dennoch mit dir verständigen oder finden jemand der übersetzen kann.

Es gibt aber noch Bushaltestellen in der Straße, in der sich auch der Busbahnhof befindet, in der Nähe des Euroshops. Dort halten die Stadtbusse und Minibusse in kleinere Orte wie Fushe Kruja.

Am Busbahnhof befindet sich auch der Hauptbahnhof. Allerdings unterscheiden sich die Sommer- und Winterfahrpläne, sodass es leider schwierig ist mit dem Zug einen Tagesausflug zu machen. Generell ist der Zugverkehr in Albanien quasi nicht existent. Die Züge sind uralt und die Gleise marode, trotzdem hätten wir gerne einen kleinen Ausflug damit gemacht. Einfach nur als Erlebnis.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Durrës

Archäologisches Museum

Das Archäologische Museum in Durrës hat uns wirklich richtig gut gefallen, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fertig war. Das Museum befindet sich immer noch im Aufbau. Am Ende wird es mehrere Stockwerke geben, die die Geschichte ab 627 v. Chr. zeigt. Wir konnten das Erdgeschoss begutachten – von 627 v. Chr. bis in die ersten Jahrhunderte n. Chr. Man findet schöne eindrucksvolle Fundstücke und die Hintergründe dazu. Unter anderem verschiedene Krüge, Werkzeuge, Schmuck und sogar ein Skelett, wie es traditionell begraben wurde. Alles ist sowohl auf Albanisch als auch auf Englisch beschrieben. Normalerweise kostet der Eintritt 3,26€ (400 Lek). Da Philipp aber noch den ISIC-Studentenausweis hatte, musste er nur 1,22€ (150 Lek) bezahlen und ich komischerweise auch nur 2,44€ (300 Lek).

Amphitheater

Das Amphitheater von Durrës stammt aus dem 2. Jahrhundert, wurde aber erst 1966 zufällig bei Bauarbeiten entdeckt. Teile des Amphitheaters sind zu sehen, andere Teile werden immer noch durch Häuser bedeckt. Zunächst wurde das Theater klassischerweise für Kämpfe von Sklaven und Tieren genutzt. Später wurde es als Friedhof umfunktioniert und es wurden Kapellen eingebaut. Heute sieht man davon „nur“ noch die kunstvollen Mosaike. Als Student zahlt man 1,63 € (200 Lek) Eintritt. Als Tipp: Wir wurden nur gefragt, ob wir Studenten sind, mussten aber keinen Ausweis zeigen. Wer keinen Eintritt zahlen möchte, kann den Innenhof aber auch von der Straße aus begutachten.
Durrës-Amphitheater
Amphitheater Durrës
Durrës-Amphitheater-Kapelle
Kapelle Amphitheater Durrës

Burg & Stadtmauer

Die Burg von Durrës ist keine klassische Burg, wie man sie sich vorstellt. Eigentlich ist nur noch ein Turm mit einem Restaurant übrig. Ausgehend vom Turm sieht man auch die noch gut erhaltene Stadtmauer.
Burgturm Durrës
Burgturm Durrës

Byzantinischer Marktplatz

Mitten in Durrës befindet sich auch der byzantinische Marktplatz mit antiken Säulen. Das Gelände kann man nicht betreten, da es eingezäunt ist. Ganz in der Nähe befinden sich auch die Überreste einer historischen Therme, die durch einen Zaun zu sehen sind.
Durrës-Byzantinischer-Marktplatz
Byzantinischer Marktplatz Durrës

Promenade

Entlang des Strandes kannst du gemütlich die Promenade entlang schlendern, die schön hergerichtet ist. Kinder können sich auf einem Spielplatz austoben und in den Cafés können Durst und Hunger schnell gestillt werden.
Promenade Durrës
Promenade Durrës

Sfinski

Am Anfang der Promenade befindet sich eine Art Treppenpyramide, die an die Sphinx in Ägypten erinnern soll. Leider konnte ich den Zusammenhang nicht herstellen, aber trotzdem kann man dort gut das Meer und die Sonne genießen. Ab und an findet man dort auch einen Angler.

Streetart

Überall in der Stadt Durrës findet man an Hauswänden schöne und kreative Streetart. Wir haben es genossen, einfach durch die Stadt zu schlendern und immer wieder neue Motive zu entdecken, egal ob spielende Kinder, eine Tasse oder ein Liebespaar im Regen.
Durrës Streetart Liebespaar
Durrës Streetart Liebespaar
Durrës Streetart spielende Kinder
Durrës Streetart spielende Kinder

Fatih-Moschee

Die Fatih-Moschee ist die drittälteste Moschee in Albanien und ist seit 1973 auch Kulturdenkmal.
Durrës Fatih Moschee
Durrës Fatih Moschee

Zogu-Villa

Das imposante Gebäude in Durrës war wie der Name schon sagt, die Sommerresidenz des Königs Zogu. Nach dem zweiten Weltkrieg nutzten auch einige berühmte Persönlichkeiten die Villa. Als wir dort waren, war das Gebäude nur von außen zu betrachten. Allerdings hat man von dort auch einen schönen Ausblick auf die Stadt und es gibt eine Art Park mit einer Menge kleiner Bunker. Nicht weit von der Zogu-Villa entfernt gibt es auch noch einen weiteren fantastischen Aussichtspunkt mit einem klasse Ausblick auf Durrës, den Hafen und das Meer.
Durrës Aussichtspunkt in der Nähe von der Zogu-Villa
Durrës Aussichtspunkt

Unser Geheimtipp für Durrës

Unser erster kleiner Geheimtipp für Durrës ist die Mauer am Hafen von Durrës. Wenn man die Promenade bis zum Hafen entlanggeht, steht man schon direkt davor. Wir sind draufgeklettert und die Mauer entlang gegangen. Es bietet sich ein wunderbarer Blick auf das Meer und den Hafen. Allerdings sei dazu gesagt, dass wir nicht wissen, ob es erlaubt ist, sich dort aufzuhalten.

Durrës Hafenmauer
Durrës
Ein weiterer Geheimtipp von uns befindet sich aber außerhalb von Durrës. Es ist die kleine Stadt Kruja, mitten in den Bergen. Wir haben dort eine Nacht verbracht, um die Stadt und die Berge zu erkunden. Wir können einen Besuch nur absolut empfehlen. Das war definitiv unser Highlight. Es wird auch auf jeden Fall noch einen eigenen Artikel zu Kruja auf unserem Blog geben.

Gebühren beim Geldabheben in Durrës

An den Bankautomaten muss man in Albanien generell Gebühren beim Geldabheben zahlen. Die Gebühren belaufen sich auf 1% – 4% vom abgehobenen Betrag. Das kann auf Dauer schon sehr teuer werden. In Tirana und Durrës ist es sehr einfach einen ATM-Automaten zu finden. Unserer Erfahrung nach ist der Wechselkurs bei der American Bank of Investments (ABI) aber sehr teuer.

Geldabheben in Albanien ohne Gebühren

Wir können dir daher die Credins Bank empfehlen. Wir haben in Durrës keine Gebühren zahlen müssen und die Umrechnung entsprach ungefähr dem aktuellen Wechselkurs.

Sicherheit in Durrës

Für die gesamte Zeit in Durrës können wir sagen, dass wir uns grundsätzlich sicher gefühlt haben. Selbst als wir mit der Kamera durch die Innenstadt gelaufen sind.

Einmal ist es allerdings vorgekommen, dass uns ein Junge mit einem kleinen Stein und Müll beworfen hat. Er hat mit Freunden Fußball gespielt und wir sind eine Abzweigung vorher abgebogen, kurze Zeit später haben wir gemerkt, dass wir beworfen worden sind. Wir würden aber nicht sagen, dass das die Regel ist, sondern eine Ausnahme. Ansonsten haben wir nämlich jeden Tag die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Albaner gespürt.

Straßentiere in Durrës

Ja, das Thema Straßentiere. Ich habe vorher viel dazu gelesen, bin aber etwas naiv an das Thema rangegangen. In Ohrid haben wir schon einige Straßenhunde und -katzen gesehen, die haben uns aber einfach in Ruhe gelassen und ignoriert. In Durrës war das teilweise anders.

Sowohl am Strand als auch am Straßenrand haben wir jeweils eine tote Katze gesehen und Hunde, die wirklich verwahrlost aussahen…. Generell haben die Katzen eher Angst vor uns gehabt, sie sind sofort weggelaufen, als wir uns genähert haben. Bis auf eine Katze, die saß in den ersten zwei Wochen oft bei uns auf der Fensterbank und hat uns fordernd anmiaut.

Straßenhunde in Durrës

Wir sind Hunden begegnet, die offene Wunden hatten und sehr abgemagert waren. Ein anderer Hund war sehr aufgeweckt und ist uns bis zur Hoftür nachgelaufen, ist aber nicht mit aufs Grundstück gekommen. Generell können wir sagen, dass die Hunde sehr aufgeweckt waren.

Aber wer kann es ihnen verübeln? Wir waren dabei, als Einheimische nach den Hunden getreten haben und sie mit Steinen und Steinschleudern beworfen haben.

Unsere erste unangenehme Begegnung mit Straßenhunden

Dann hatten wir noch einen eher ungewöhnlichen Vorfall. Wir sind den Strand entlang spaziert und plötzlich sind uns 3 Straßenhunde gefolgt. Wir dachten, wir ignorieren sie einfach, dann gehen sie schon weg. Fehlanzeige. Sie kamen immer näher und waren um mich herum. Ich habe gemerkt, dass ein Hund mich anspringen möchte und bin vor Angst stehen geblieben. Der Hund ist mit seinen Vorderpfoten hochgehüpft und hat sich an mir abgestützt. Das hat er dreimal gemacht. Einheimische haben es mitbekommen und gemerkt, dass die Hunde nicht von mir ablassen. Selbst als sie versucht haben die Hunde zu verscheuchen, haben sie sich nicht von mir entfernt. Da der Hund mich mit seiner Pfote verletzt hat, haben wir in einem günstigen Moment die Flucht ergriffen. Wir haben eine sehr stark befahrene Straße überquert, aber selbst da sind uns die Hunde hinterhergelaufen. Nach ein paar weiteren Metern wurden sie aber zum Glück durch neue Gerüche abgelenkt und wir konnten nach Hause gehen. Allerdings war das wohl ein eher seltenerer Vorfall, denn die Einheimischen waren sichtlich verwirrt und auch unser Host sagte so einen Vorfall habe er noch nie erlebt.

Krankenhausbesuch in Durrës

Um mögliche Infektionen auszuschließen, sind wir dann ins Krankenhaus gegangen. Hier muss man ca. 16€ (2000 Lek) im Voraus zahlen, um mit der Ärztin sprechen zu dürfen. Man bekommt an der Rezeption die Zimmernummer gesagt und klopft an der entsprechenden Tür an oder wartet eben, bis der vorherige Patient aus der Tür rauskommt.

Was hat uns nicht gefallen?

Wir müssen ehrlich zugeben, der Strand hat uns leider nicht gefallen. Alles war voller Müll, dort lag eine tote Katze und teilweise hat es auch sehr streng gerochen. Einige Strandabschnitte sind auch privat und Eigentum der Hotels. Generell finden sich am Strand entlang nur große Hotelbunker und es werden definitiv noch mehr. Da wir aber in der Nebensaison dort waren, wissen wir nicht wie es in der Hauptsaison im Sommer dort ist.

Hotelkomplexe

Auf dem Weg von unserer Unterkunft zum Strand sind wir an einem Bauplatz entlang gegangen, dort entstehen weitere riesige hohe Hotelkomplexe. Direkt gegenüber der Einfahrten befinden sich aber auch noch Häuser der Einheimischen. Allerdings fällt es mir schwer diese als Häuser zu bezeichnen. In Deutschland wären diese Gebäude unbewohnt und definitiv abrissreif. Diese erdrückenden Kontraste findet man dort leider fast überall und schlagen einem aufs Gemüt.

Straßenverkehr

Der Straßenverkehr ist sehr chaotisch. Als Fußgänger muss man immer ein bisschen aufpassen, da viele Autofahrer eher Multitasking betreiben. Wir waren froh, dass wir nicht mit dem eigenen Auto in der Stadt waren.
Durrës Aussicht Strand
Durrës

Unser Fazit zu Durrës

Als wir in Durrës ankamen, hatten wir schon einen Kulturschock. Wir waren schließlich verwöhnt vom schönen Ohrid. Mit der Zeit haben wir uns aber eingelebt und auch die interessante Seite von Durrës kennengelernt. Die Stadt hat einige historische Stätten zu bieten, die man für einen geringen Preis besichtigen kann. Wir mögen die kleinen Gemüsestände und die Bäckereien, deren Besitzer uns immer wieder erkannt haben und ein breites Lächeln für uns übrighatten. Generell ist uns aufgefallen, wie freundlich und hilfsbereit die Albaner sind.

Und obwohl uns der Strand von Durrës nicht zugesagt hat, ist die Promenade schön hergerichtet und man kann dort gut entlang spazieren und über das Meer schauen.

Wir würden dort keinen klassischen Urlaub machen, aber eine Besichtigung ist die Stadt definitiv wert.

Schreibe einen Kommentar

8 − 4 =