Skopje, Nordmazedonien – Reisebericht

Skopje, Nordmazedonien, der erste Stopp unserer Weltreise. Eine Stadt mitten im Balkan, in der Nähe der kosovarischen und serbischen Grenze mit gut einer halben Millionen Einwohner. Das Wetter in Skopje ist wie in ganz Nordmazedonien von heißen Sommern und kalten, feuchten Wintern geprägt. Für deine Reise nach Skopje bieten sich also vor allem das Frühjahr und der Herbst an. Dann ist es nicht zu heiß, aber trotzdem noch überwiegend sonnig und trocken. Wir waren Anfang September da und viel wärmer hätten wir es auch nicht gebraucht und trotzdem war es noch gut auszuhalten.
Skopje am Abend
Skopje am Abend

Kurzer Abriss der Geschichte Skopjes ab dem 20. Jahrhundert

Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte Skopje dem osmanischen Reich an, wobei die Stadt anschließend von verschiedenen Besatzern eingenommen wurde. 1912 zunächst von albanischen Aufständischen und im selben Jahr noch von serbischen Streitkräften. Die Serben richteten dabei allerdings ein Blutbad an, wobei Männer, Frauen und Kinder lebendig verbrannt wurden. Nur drei Jahre später, während des ersten Weltkriegs, wurde Skopje von bulgarischen Truppen eingenommen, was allerdings nur bis 1918 anhielt. Dann stand die Stadt wieder unter der Herrschaft des Königreichs Serbien, Kroatien und Slowenien, was ab 1929 als Königreich Jugoslawien bekannt war. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt wieder von bulgarischen Soldaten eingenommen, bevor sie 1944 zur Hauptstadt der neuen sozialistischen Republik Mazedonien erklärt wurde. Diese war eine Teilrepublik Jugoslawiens.
Am 26. Juli 1963 wurde die Stadt von einem folgenschweren Erdbeben erwischt, dass 1.070 Todesopfer forderte und etwa 75% der Bewohner obdachlos machte. Seit 1991 ist Skopje die Hauptstadt der unabhängigen Republik Mazedoniens bzw. seit 2019 von Nordmazedonien.

Anreise Nordmazedonien

Unsere Reise nach Skopje begann am 30.08. am Kölner Flughafen. Allerdings nicht wie du jetzt vielleicht vermutest mit dem Flugzeug, sondern mit dem Bus. Genauer gesagt mit dem Fernbus. Wir waren trotzdem ungefähr 1,5 Stunden vor der geplanten Abfahrt am Flughafen. Man weiß ja nie was so passiert. Es hatte aber alles reibungslos geklappt und so saßen wir am Busterminal. Wartend auf den Bus, der uns zur ersten Zwischenstation unserer Weltreise bringen sollte. Gegen kurz vor Mitternacht ging es dann mit ein paar Minuten Verspätung los in Richtung Wien. Der Bus war voller als wir dachten und wir waren froh, dass wir uns für eine Sitzplatzreservierung entschieden haben.

1. Zwischenstopp: Wien

31.08. 12 Uhr mittags. Nach einer eher wenig erholsamen, aber durchaus erträglichen Nacht im Bus sind wir an unserem Zwischenstopp angekommen: Wien. Besser gesagt am internationalen Busbahnhof von Wien. Was soll ich sagen… Ein Ort den man nicht zwingend kennenlernen muss. Dreckig, keine Sitzgelegenheiten und weit weg vom Schuss. Aber gut erstmal die Toilette gesucht und dann ab zum Hofer und mit Verpflegung eindecken. Das war dann auch gleichzeigt unser erster kleiner Marsch mit voller Ausrüstung. Jeder einen Backpack und einen kleineren Handgepäcksrucksack.
Philipp in Wien
Philipp in Wien

Nach dem wir unseren Verpflegungstand aufgestockt haben, gingen wir in Begleitung von ein paar Regentropfen wieder in Richtung Busbahnhof. Dort angekommen machten wir es uns auf dem Boden so gemütlich wie es eben ging. Als wir uns wieder gestärkt hatten, schauten wir uns mal um, wo der Bus in Richtung Skopje abfahren soll. Nach ein paar Anläufen fanden wir den richtigen Platz und gegen 17 Uhr fuhr der Bus auch schon vor. Eine Stunde vor geplanter Abfahrt konnten wir bereits einsteigen und ganz in Ruhe einen schönen Platz suchen. Da wir nur sehr wenige Mitfahrer hatten, konnten wir uns beide eine eigene Sitzreihe genehmigen.

Auf nach Skopje

Mit einer halben Stunde Verspätung ging dann unsere Reise nach Skopje in Nordmazedonien weiter. Mit mazedonischen Busfahrern und ausschließlich mazedonischen Passagieren. Dem entsprechend war die einzige Sprache für die Ansagen der Busfahrer, richtig, mazedonisch. Auch die Sache mit der Maske und die Ticketkontrolle wurde etwas legerer gehandhabt, als wir es bisher gewohnt waren. Wir wurden nur gefragt ob wir ein Ticket haben, ein einfaches „Ja“ hat gereicht und wir durften einsteigen. Im Bus waren wir dann die einzigen die eine Maske trugen… Aber gut wir machten es uns gemütlich und versuchten die ein oder andere Stunde Schlaf zu bekommen. Nach relativ kurzer Fahrtzeit erreichten wir dann die ungarische Grenze und ab da wurde die Fahrt erstmal wild.

Stau mal anders

Wir gerieten in einen Stau. Einen ziemlich langen Stau. Was wir dachten: Fahren, stehen, fahren, stehen usw. Wie sich herausstellte war das eine falsche Annahme. Aus drei Spuren wurden vier bis fünf und der Seitenstreifen wurde bis zum letzten Zentimeter sehr leitplankennah mit einbezogen. Und unsere Busfahrer beteiligten sich natürlich an dieser Fahrweise. Wildes Gehupe, Beleidigungen und fast Prügeleien zwischen LKW-Fahrern, Busfahrern und PKW-Fahrern begleiteten uns den gesamten Stau entlang. Wir reden da von locker drei Stunden. Es war also definitiv eine interessante Erfahrung. Aber gut, weiter ging es erstmal etwas ruhiger bis mitten in der Nacht die serbische Grenze kam.

Grimmige Grenzpolizistin in Serbien

Der Busfahrer machte eine Durchsage und die anderen Fahrgäste kamen in Bewegung. Ab da fügten wir uns einfach ein und machten das Gleiche was alle anderen machten. In diesem Fall hieß es: Alle aussteigen und in eine Reihe stellen. So wurde einer nach dem anderen von der wirklich sehr grimmig schauenden Grenzpolizistin abgefertigt. Blöderweise dauert das ganze länger als ich dachte und meine Jacke war noch im Bus. Also hieß es frieren und beim nächsten Mal an meine Jacke denken. Das gleiche Spiel folgte ein paar Meter weiter noch einmal auf serbischer Seite. Von da an ging es relativ gemütlich bis zum frühen Morgen durch Serbien.

Unglaubliche Natur

Landschaft in Serbien
Blick auf die Landschaft in Serbien aus dem Bus

Und als wir im Hellen aus dem Fenster guckten, erblickten wir eine wunderschöne Landschaft. Definitiv etwas, was du im Flugzeug nicht zu sehen bekommst. Wir schauten einfach nur raus und genossen die eindrucksvolle Natur hinter den Fensterscheiben. Dann ging es nochmal raus, und wir gingen einzeln am serbischen Grenzhäusschen vorbei und stiegen wieder in den Bus ein. Diesmal ging alles sehr zügig und wir konnten ein bisschen Frischluft einatmen. Nach wenigen Kilometern kam dann der Grenzübergang auf mazedonischer Seite. Das dauerte allerdings deutlich länger. Erst standen wir mit Sicherheit eine Stunde im Stau und dann hatten zwei Mitfahrende weder eine Corona-Impfung noch einen Test, geschweige denn einen Genesenennachweis dabei. Nach dem sie mehrere Formulare ausgefüllt hatten und der Grenzbeamte nach längerem Verschwinden wieder den Bus betrat, konnte es weiter gehen.

Taxi?

Nach einem weiteren Zwischenstopp in Kumanovo, kamen wir mit etwa 45-minütiger Verspätung in Skopje am Busbahnhof an. Bei schönstem Wetter wurden wir erstmal von ein paar wartenden Taxifahrern belagert. Da unsere Unterkunft aber nur drei Gehminuten vom Busbahnhof entfernt war, benötigten wir keine Taxifahrt und lehnten dankend ab.

Mit dem Flugzeug nach Skopje

Ach so, natürlich besteht auch die Möglichkeit von Deutschland aus nach Skopje oder Ohrid zu fliegen. Das sind die beiden internationalen Flughäfen in Nordmazedonien. Allerdings haben wir uns dagegen entschieden, da wir das Flugzeug so wenig wie möglich nutzen möchten.

Unterkünfte in Skopje

Wir haben uns für eine Airbnb Wohnung mit eigener Küche entschieden. Die Lage der Wohnung war top, direkt in der Nähe des Busbahnhofs und nur etwa 1,5 km entfernt von der Innenstadt. Einkaufsmöglichkeiten gab es auch genug, aber dazu findet ihr mehr Infos bei Verpflegung. Als wir gebucht hatten, gab es noch die ein oder andere freie Unterkunft in Skopje. Wir haben etwa 19€ pro Nacht bezahlt und waren relativ nah am Geschehen. Natürlich kannst du auch in einem Hostel übernachten. Hier kannst du mit ca. 7-10€ für ein Dormbett rechnen. Allerdings gibt es auch schon relativ preiswerte Doppelzimmer mit privatem Bad ab gut 20€. Ebenfalls besteht natürlich auch, je nach eigenem Budget, die Möglichkeit in ein Hotel einzukehren. Dabei kannst du für ein Doppelzimmer mit mindestens 25-30€ pro Nacht kalkulieren.

Auffällig ist aber, dass es sehr viele private Zimmer und Wohnungen gibt, die für Reisende zur Verfügung stehen. Egal ob bei Airbnb, booking.com etc. es besteht eine große Auswahl an Wohnungen mit eigener Küche und Bad. Je nachdem, wie penibel du bist solltest du aber auf die Bewertungen zum Thema Sauberkeit achten. Hier kann es den einen oder anderen Unterschied zu mitteleuropäischen bzw. besser gesagt deutschen Verhältnissen geben. Nichtsdestotrotz solltest du bei der Suche nach einer preiswerten Unterkunft in Skopje definitiv fündig werden.

Verpflegung (inkl. veganem/vegetarischem Essen)

Fangen wir mal bei der Verpflegung in Skopje mit dem Leitungswasser an. Auf die Trinkbarkeit des Wassers haben wir tatsächlich keine ganz klare Antwort bekommen. Manche sagen, dass du ohne Probleme das Wasser aus der Leitung trinken kannst. Wieder andere raten je nach Magenempfindlichkeit zu abgepacktem Wasser oder einem Wasserfilter. Da wir uns nicht hundertprozentig sicher waren, haben wir das Wasser erstmal abgepackt gekauft. Hier gibt es aber 5 Liter Flaschen/Kanister die man in fast jedem Supermarkt kaufen kann. Falls du aber wie wir nicht mit dem Auto oder Van unterwegs bis, solltest du dir bewusst sein, dass der Rückweg zur Unterkunft gegebenenfalls etwas anstrengender werden könnte.

Was das Essen angeht, hast du je nachdem, ob du dich eher selbst verpflegst oder vermehrt essen gehst, verschiedene Möglichkeiten. Fangen wir mit der Selbstverpflegung an.

Selbstverpflegung

Wir gehen sehr wenig essen und verpflegen uns in der Regel selbst. In Skopje hatten wir bspw. eine eigene Unterkunft mit Küche und konnten so selbst kochen. Dabei waren wir in verschiedenen Supermärkten, um zu sehen, was es wo gibt.

Vero Market

Hier waren wir zuerst. Dabei handelt es sich um einen großen Supermarkt innerhalb eines Einkaufszentrums. Die Auswahl war riesig, aber auch relativ teuer. In Deutschland wahrscheinlich vergleichbar mit REWE. Also falls du mal etwas mehr Auswahl haben möchtest, können wir den Vero Market empfehlen, ansonsten schau gerne mal bei einem der anderen Supermärkte vorbei.

Stokomak

Hier waren wir in einem sehr kleinen Laden, in einer eher weniger besuchten Gegend von Skopje. Allerdings gibt es Stokomaks auch an vielen Ecken in Nordmazedonien und insbesondere in Skopje. Die Auswahl ist zwar deutlich kleiner als beim Vero Market, aber dafür auch preiswerter.

Kam Market und Tinex

Hier waren wir in Skopje nicht einkaufen. Da wir aber in Ohrid in beiden Supermärkten hauptsächlich einkaufen, können wir ein paar Dinge dazu sagen. Der Kam Market ist der (unserer Meinung nach) preiswerteste dieser vier Märkte. Außerdem hat er bspw. günstige deutsche Haferflocken und sogar teilweise veganen Käse (einen 400g Block für ca 1.60€ – kaum zu glauben oder?). Der Tinex ist etwas teurer als der Kam Market, dafür hat er aber auch mehr Auswahl. Das betrifft vor allem auch die Süßwarenabteilung.

Wir gehen am liebsten in den Kam Market, da wir dort fast alles bekommen, was wir benötigen. Für Kekse oder ähnliches nutzen wir auch manchmal den Tinex. Die Brotauswahl ist fast in alles Läden gleich bescheiden. Im Prinzip gibt es nur helles Brot bis auf eine kleine Ausnahme. Eine Sorte abgepacktes recht teures Brot aus Deutschland. Der Vero Maket bietet noch die meiste Auswahl, allerdings handelt es sich auch hier überwiegend um Weißbrot.

Unsere Tipps für eine leckere Selbstverpflegung

  • Sesamringe in verschiedenen Varianten
  • Ajvar und Pindzur (unglaublich lecker und nicht vergleichbar mit ähnlichen Produkten aus Deutschland)
  • Frische (Spitz-)paprika aus dem Supermarkt oder von kleinen Ständen vor den Märkten und auf den Straßen. (1kg gibt es oft für weniger als einen Euro)
  • Veganen Käse gibt es zwar relativ selten, aber wenn dann günstiger als in Deutschland

In Skopje essen gehen

Du möchtest wissen, wo du am besten in Skopje essen gehen kannst. Da wir überwiegend selbst kochen, können wir dir da leider nur wenige Tipps geben. Aber wir haben uns an einem Abend bei „Pizza by Design“ einen veganen Panini mit Pommes gegönnt. Das praktische ist, dass wir das Essen mitnehmen konnten und uns auf eine Bank an der Steinbrücke in Skopje setzen konnten. Bei untergehender Sonne eine wirklich schöne Kulisse.

Ansonsten gibt es einige schöne Restaurants entlang des Vardar. Das Ambiente sah sehr schön aus, zum Essen können wir allerdings nichts sagen. Ansonsten gibt es in Skopje ebenso Fastfood Restaurants wie in jeder anderen Großstadt auch.

Falls du Lust auf einheimische Küche hast, können wir dir nur eines der traditionell mazedonischen Gerichte empfehlen. Vor allem das vegetarische Burek ist definitiv zu empfehlen.

Transport innerhalb Skopje

roter Doppeldeckerbus in Skopje
roter Doppeldeckerbus in Skopje
Beim Transport in Skopje hält sich die Auswahl für eine europäische Hauptstadt in Grenzen. Hier hast du die Wahl zwischen dem Bus (überwiegend roten Doppeldeckerbusen) und dem Taxi. Eine S- oder U-Bahn wie in anderen Hauptstädten dieser Welt existiert in Skopje nicht. Dafür sind die Preise sowohl für Busfahrten wie auch für Taxifahrten verhältnismäßig niedrig. Busfahrten kosten oft nur Cent oder sehr niedrige Eurobeträge und eine Taxifahrt ist auch deutlich günstiger als wir es aus Deutschland kennen. Dennoch solltest du immer vor Fahrtantritt den Preis mit dem Taxifahrer klären.

Und wunder dich nicht, wenn du als Ausländer mal ein paar Denar mehr bezahlst als Einheimische. Der Durchschnittlohn eines Mazedoniers liegt bei ca. 5.000€ im Jahr und ist somit weitaus niedriger als bei uns in Deutschland. Ach, und du solltest dich auch nicht wundern, wenn an warmen Sommertagen die Tür des Buses auch während der Fahrt offenbleibt. Ein zunächst merkwürdiger Anblick für deutsche Augen.

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Skopje

  • Altstadt mit dem alten Basar
      • Hierbei handelt es sich um die türkisch geprägte Altstadt von Skopje.
      • Zu sehen gibt es hier neben Moscheen auch den alten Basar mit unzähligen Ständen. Egal ob Essen, Schmuck oder Souvenirs hier gibt es alles.
      • Ebenfalls ist dieser Teil der Stadt sehr schön zum Schlendern und Entdecken.
  • Die alte Steinbrücke
      • Das ist die älteste und eine der wenig originalen Brücken der Stadt.
      • Seit dem 15. Jahrhundert ist das Aussehen der Brücke weitestgehend gleichgeblieben.
  • Festung Kale
      • Befindet sich auf einem Hügel über der Altstadt
      • Du kannst wunderbar an der langen Festungsmauer entlang spazieren
      • Von der Festungsmauer aus hast du einen einzigartigen Ausblick auf die Stadt und den Vardar
      • Außerdem ist der Eintritt kostenlos
  • Matka-Canyon (waren wir leider nicht, haben aber viel Gutes von gehört)
      • Befindet sich etwa 20 Kilometer außerhalb der Innenstadt Skopjes
      • Er ist mit der Buslinie 60 von Skopje aus zu erreichen
      • Aktivitäten wie Wandern, Klettern und Kajak fahren sind möglich
Festung Kale in Skopje
Festung Kale in Skopje
  • Macedonia Square
      • Hierbei handelt es sich im Prinzip einfach um den Hauptplatz der Stadt mit einem Brunnen und verschiedenen Hotels und Lokalen
  • Mutter-Teresa-Gedenkhaus
      • Mutter Teresa ist in Skopje geboren, weswegen ihr hier ein kleines Museum zum Andenken erbaut wurde
      • Mit dazu gehört auch eine kleine Kapelle
  • Archäologisches Museum von Mazedonien
      • Sieht von außen sehr schön und imposant aus (vor allem während der Dämmerung von der anderen Seite des Vardar)
      • Eintritt kostet für Ausländer etwa 2,50€

Unser Geheimtipp für Skopje

  • Der Vodno Berg inkl. Milleniumskreuz
Aussicht Milleniumskreuz Skopje
Aussicht am Milleniumskreuz, Vodno
Milleniumskreuz Skopje
Milleniumskreuz Skopje
Aussicht Milleniumskreuz
Aussicht Milleniumskreuz
      • Unser persönliches Highlight in Skopje war der Aufstieg zum Vodno, dem Hausberg Skopjes
      • Dafür sind rund 700-800 Höhenmeter hinauf zum Gipfel (1.066m) zu erklimmen, je nachdem wo du startest
      • Es gibt mehrere Wege hinauf (auch mit verschiedenen Startpunkten und Schwierigkeiten)
      • Für den Aufstieg haben wir ungefähr 2 Stunden benötigt
      • Oben angekommen ist der Ausblick auf die Stadt und darüber hinaus ein grandioses Erlebnis
      • In den Sommermonaten besteht auch die Möglichkeit mit einer Seilbahn hochzufahren
      • Oben auf dem Vodno befindet sich das Milleniumskreuz
          • Es ist ein Stahlgerüst
          • Vier Säulen bilden das Fundament (angelehnt, an die vier Evangelisten)
          • Das Untergeschoss besteht aus zwölf Säulen (12 Aposteln)
          • Insgesamt besteht das Kreuz aus 33 Stockwerken (33 Lebensjahre Jesu)
          • Es handelt sich um ein orthodoxes Kreuz
          • Und es wird nachts beleuchtet und ist so, vor allem von der überwiegend muslimischen Altstadt aus zu sehen, was angeblich als eine gezielte Provokation erachtet wird
  • (Bus-)Fahrt nach Ohrid
      • Es geht sehr weit serpentinenförmig bergauf
      • Die Fahrt führt mitten durch die Berge
      • Landschaftlich absolut traumhaft

Sicherheit in Skopje

Wir haben uns zu keiner Zeit bedroht gefühlt oder geängstigt. Wir können zwar nicht beurteilen, wie es spät abends in Randbezirken aussieht, aber im Zentrum und auch in Richtung Busbahnhof zu unserer Unterkunft haben wir uns nie unwohl gefühlt.

Was hat uns nicht gefallen?

Nachbau Brandenburger Tor in Skopje
Nachbau Brandenburger Tor in Skopje

Wir müssen ehrlich zugeben, dass wir mit der Stadt nicht wirklich warmgeworden sind. Sowohl die Atmosphäre als auch die Optik haben uns einfach nicht überzeugt. Aber nicht falsch verstehen, obwohl die Atomsphäre bei uns nicht angekommen ist, haben wir uns trotzdem nie ängstlich gefühlt. Und was die Optik angeht, sind uns hauptsächlich die unzähligen (unsere Meinung nach) überwiegend unplatzierten Statuen und überpompösen Gebäude in der Innenstadt aufgefallen. Das Ganze entstammt von dem Projekt „Skopje 2014“, dass von der alten Regierung ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen viele Gebäude an bekannte Bauten auf der ganzen Welt erinnern – Triumphbogen, Brandenburger Tor oder das Weiße Haus. Abgesehen von der absoluten Reizüberflutung, hat das ganze Projekt auch noch schätzungsweise 700 Mio € gekostet (vgl. Mazedoniens Regierung will Umbau der Hauptstadt Skopje stoppen | MDR.DE).

Wir finden man hätte das Geld sicherlich auch besser investieren können – etwa in Bildung oder die gesundheitliche Versorgung. Auch unweit der Innenstadt entfernt sieht man viele heruntergekommene Gebäude und generell viele Häuser in einem eher desolaten Zustand. Wenn man das so sieht, ist es einfach schade, dass so viel Geld in dieses Projekt gesteckt wurde.

Das Müllproblem in Skopje

Der zweite Punkt der uns aufgefallen ist, der Müll. Ja uns ist klar, so gut wie jede Großstadt dieser Welt hat wahrscheinlich ein Müllproblem. Aber in Skopje ist es uns schon extrem aufgefallen. Egal ob im Vardar oder auf der Festung, überall waren die Müllberge nicht zu übersehen.

Unser Fazit zu Skopje

Also wie du wahrscheinlich jetzt mitbekommen hast, ist Skopje nicht unsere Stadt. Wir würden sie auch nicht als Städtetrip bzw. Urlaubsort Nr. 1 in Europa bewerben. Aber das ist lediglich unser Geschmack und unsere Meinung. Wenn du dich für Skopje interessierst, dann mach dir gerne ein eigenes Bild von der Stadt und dem Drumherum. Vielleicht gefällt dir Skopje ja besser als uns und du kannst dir danach zumindest deine eigene Meinung zu Nordmazedoniens Hauptstadt bilden. Ich hoffe unser Reisebericht zu Skopje konnte dir einen kleinen Einblick zu Nordmazedoniens Hauptstadt geben.

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