Slow travel - Wie wir reisen!

Wir sind jetzt seit dem 30.08.2021 auf Weltreise. Ein Traum von uns, mit dem ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat. Dabei haben wir schon vor der Reise gewusst, dass wir nicht alle drei Tage den Ort wechseln werden und von unterwegs aus Arbeiten möchten. Also haben wir uns für einen eher weniger populären Reisestil entschieden.

Wir haben uns dazu entschlossen, langsam zu reisen. Slow travel wenn man so will. Zusätzlich möchten wir möglichst minimalistisch und günstig reisen, was von einer großen Portion Achtsamkeit begleitet werden soll. Wenn wir es definieren müssten, würden wir sagen, dass wir langsam, achtsam und low budget die Welt bereisen.

Kruja Bergstraße
Die Rruga e Malit in Kruja

Langsam reisen / slow travel

Zunächst einmal reisen wir relativ langsam, vor allem verglichen mit anderen Backpackern und Weltreisenden. Das bedeutet ganz konkret, dass wir in der Regel mindestens zwei bis vier Wochen an einem Ort bleiben. Natürlich machen wir auch Tagesausflüge oder übernachten mal eine Nacht in einem sehenswerten Ort in der näheren Umgebung. Allerdings haben wir quasi für mehrere Wochen eine kleine Base, von wo aus wir die Gegend erkunden.

Es kann auch mal Ausnahmen geben. Unser allererster Stopp zum Beispiel. Hier waren wir in Skopje, der Hauptstadt Nordmazedoniens. Dort waren wir „nur“ eine Woche, da uns Hauptstädte meistens zu groß sind und wir uns lieber in nicht ganz so großen Städten niederlassen. Außerdem besuchen wir normalerweise immer mindestens zwei bis drei Orte in einem Land, um nicht von unseren Erfahrungen in einem Ort auf das ganze Land zu schließen. Natürlich kann man nie genug Eindrücke sammeln, um sich ein vollständiges Bild eines Landes zu machen, dennoch versuchen wir eine gewisse sorgfältige Vielfalt walten zu lassen.

Achtsam reisen

Mit dem langsamen Reisen „slow travel“ geht eine gewisse Achtsamkeit einher. Eine Achtsamkeit, die zwei Seiten abdeckt. Einerseits eine Art „persönliche Entschleunigung“ und andererseits eine nachhaltigere Art und Weise die Welt zu entdecken.

Wir haben so mehr Zeit die Eindrücke zu sammeln und zu sortieren. Dabei nutzen wir weniger Fortbewegungsmittel, können regional einkaufen und haben die Zeit auch mal weniger „schöne“ abgelegene Gegenden und Viertel zu erkunden. Gegenden, die normalerweise nicht auf einem klassischen Sightseeing-Trip zu finden sind. Wir lieben es Länder, Regionen und Gegenden zu erkunden, die nicht von Reisenden überflutet sind. Orte, die ein Stück Realität in der Welt und nicht nur einen schönen Instagram Hotspot darstellen.

Low budget reisen

Vor unserer Weltreise haben wir viel zum Thema „Budget auf Weltreise“ gelesen. Hier haben wir alles gefunden von unter 1.000€ bis fast 2.000€ pro Monat und Person. Allerdings reisen die meisten Backpacker ja deutlich schneller als wir und sind dem entsprechend auch teurer unterwegs. Wir haben dann unsere Kosten aus Deutschland genommen und auf Basis dessen einmal unser Reisebudget kalkuliert. Erst haben wir es in die Kategorien Unterkunft, Verpflegung, Transport, Aktivitäten und Sonstiges sowie interkontinentale Flüge unterteilt. Anschließend haben wir für jede Kategorie ein Monatsbudget festgelegt. Schlussendlich haben wir uns aktuell ein Budget von 600€ im Monat pro Person gesetzt. Dazu muss man aber auch sagen, dass wir generell sehr günstig und minimalistisch leben.

Natürlich funktioniert dieses Budget nicht in allen Ländern dieser Welt. Einige sind dafür einfach viel zu teuer. Das ist uns auch absolut klar. Deswegen haben wir beschlossen, am Anfang erstmal die eher günstigen Länder zu bereisen. Wenn wir dann nachhaltig Einnahmen generieren können, werden wir sicherlich auch andere Länder besuchen. Auch wenn das Budget von Land zu Land teilweise stark schwankt, sorgt das langsame Reisen dafür, dass man länger etwas von seinem Geld hat.

Unser erstes Zwischenfazit zu slow travel?

Bisher kommen wir sehr gut mit unserem Reisestil zu recht und sind sehr zufrieden uns so entschieden zu haben. Wir haben somit die Zeit zu arbeiten, die Orte zu erkunden, Eindrücke zu sammeln und diese auch zu reflektieren. Außerdem kommen wir bisher sehr gut mit unserem gesetzten Budget zu recht und liegen absolut im Rahmen. Stand jetzt bleiben wir definitiv bei dieser Art zu Reisen.  

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